Hamburg

Hamburg hat sich mit seinem Klimaplan ambitionierte Ziele gesetzt:

Bis 2030 will die Stadt ihre CO2-Emissionen gegenüber 1990 halbieren. Bis 2050 sollen sie gar um 80 Prozent sinken. Als langjähriger Partner der Stadt steht Vattenfall dabei an der Seite Hamburgs.

In Zukunft sollen Wärme und Strom noch intelligenter erzeugt, verteilt, gespeichert und verbraucht werden. Ziel ist ein smartes, sektorenübergreifendes Energiesystem. Bereits heute hat Vattenfall in Hamburg viele Projekte auf den Weg gebracht und setzt individuelle Versorgungslösungen für Kunden und Quartiere um.

Hier erfahren Sie, was Vattenfall bereits für eine nachhaltige Stadtentwicklung Hamburgs tut.

Batterieprojekte

CO2-freier Strom aus Wind und Sonne steht nicht immer zur Verfügung. Um die Stromproduktion aus Wind und Sonne besser dem Bedarf anzupassen, werden Stromspeicher benötigt.

Ein zweites Leben für Batterien

Im Projekt "Second Life", einer Kooperation zwischen der BMW Group und Vattenfall, entwickelt und testet Vattenfall Recycling-Batterien aus Elektrofahrzeugen auf ihre Fähigkeit, Strom aus Wind und Sonne zu speichern. Gemeinsam mit BMW und Bosch hat Vattenfall im Hamburger Hafen ein ähnliches Projekt umgesetzt und gebrauchte Batterien aus Elektrofahrzeugen zu einem Stromspeicher zusammengeschaltet.

2.600

Batteriemodule

aus mehr als

100

Elektrofahrzeugen

Batteriepower stabilisiert das Stromnetz

Dieser Speicher besteht aus 2.600 Batteriemodulen von mehr als 100 Elektrofahrzeugen und hat eine Speicherkapazität von 2.800 Kilowattstunden (kWh). Die gespeicherte Energie wird von Vattenfall am Primärregelenergiemarkt vermarktet und trägt so dazu bei, das Stromnetz stabil zu halten und Netzengpässe zu vermeiden. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, um die Windparks im Norden Deutschlands auch bei viel Wind nicht abschalten zu müssen, sondern die Windkraft auch dann voll und ganz für eine klimafreundliche Stromproduktion zu nutzen.

BMW-Power für Alexia

Um weitere größere Speicherprojekte zu realisieren, hat Vattenfall mit der BMW Group einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 1.000 BMW i-Batterien geschlossen. Die neuen Lithium-Ionen-Batterien haben eine Kapazität von jeweils 33 kWh und lassen sich mit einem BMW-eigenen Batteriemanagementsystem ohne Änderungen für die Vattenfall-Projekte nutzen. Der erste Speicher aus diesen Batterien wurde am Windpark "Prinzessin Alexia" in der Nähe von Amsterdam gebaut.

Windpark Curslack auf Hochtouren

Gemeinsam mit seinen Partnern HAW und Nordex entwickelt und baut Vattenfall ein Speicherregelkraftwerk aus Lithium-Ionen-Akkus am Windpark Curslack. Mit der Anlage wird unter anderem erprobt, wie mit einer Kopplung von Windpark und Batterie die Stromlieferung der Anlage optimiert und an den Bedarf angepasst werden kann.

Vattenfall leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Stromnetze in Norddeutschland und bringt eine klimafreundliche Energieversorgung einen weiteren Schritt nach vorne.

Norddeutsche Energiewende

Auch am zukünftigen Windpark im Stadtteil Bergedorf wird in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und dem Unternehmen Nordex ein sogenanntes Speicherregelkraftwerk aus Batterien gebaut. Es ist Teil des Vorhabens Norddeutsche Energiewende NEW 4.0 und wird dazu beitragen, die Versorgungssicherheit, auch dann zu gewährleisten, wenn ausschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird. Zudem trägt der Speicher zur effizienteren Nutzung der vorhandenen Netzstruktur bei.

Home Energy Management

Ein intelligentes Energie-System für zu Hause

Ein zukunftweisendes Pilotprojekt

Vattenfall führt In Berlin und Hamburg ein Pilotprojekt zum Home Energy Management durch. In Kooperation mit dem koreanischen Elektronikkonzern LG ist das Ziel, Erzeugungs- und Speicheranlagen im eigenen Zuhause mit der Verbrauchsseite zu kombinieren.

Eine App verschafft den Überblick

Fokus im Projekt ist die intelligente und komfortable Nutzung von selbsterzeugtem Strom aus Photovoltaikanlagen. Eine App gibt Besitzern von PV-Anlagen Einblicke in ihr Erzeugungsprofil und ihr Verbrauchsverhalten. Die Kunden werden über den geeigneten Moment informiert, Strom zu speichern, zu verkaufen oder selbst zu nutzen.

Energiekeller Ottensen

In Hamburg-Ottensen hat Vattenfall einen innovativen Energiekeller mit modernster Technologie in einem Wohn- und Gewerbeobjekt an der Bahrenfelder Straße, Ecke Zeißstraße errichtet.

Foto: Markus Altmann

Der Energiekeller regelt alles

Neben einer Kombination aus Kessel und Blockheizkraftwerk (BHKW) befinden sich in dem Neubau auch eine Wärmepumpe und eine Elektroheizpatrone. Das Besondere am Energiekeller ist das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten: Die raumluftgeregelte Wärmepumpe arbeitet nur dann, wenn das BHKW oder andere Anlagenteile Abwärme produzieren und das BHKW Strom liefert. So kann die Verlustleistung optimal ausgenutzt und "wiederverwendet" werden.

Komponenten des Energiekellers: Zwei Trinkwasserbehälter mit unterschiedlichen Temperaturniveaus

OSKAR, der Wärmemanager

Auch die Möglichkeit, Strom in Wärme umzuwandeln, die sogenannte Power to Heat-Technologie, kommt in diesem Keller zum Einsatz. Ein eingebauter OSKAR-Schichtspeicher ermöglicht das optimale Wärmemanagement. Zudem sorgen zwei Trinkwasserbehälter mit unterschiedlichen Temperaturniveaus für eine entkoppelte Trinkwasseraufbereitung. Während der eine Behälter heißeres Wasser für den Gewerbekunden liefert, versorgt der zweite die benachbarten Wohnflächen. Damit können Speicherverluste und Erzeugungskosten deutlich minimiert werden.

Dezentrale Versorgung

Neues Wohnquartier am Tarpenbeker Ufer

Wärme frei Haus

Am Tarpenbeker Ufer zwischen Eppendorf und Niendorf realisiert die Otto Wulff Unternehmensgruppe auf zehn Wohnbaufeldern bis 2022 insgesamt 750 öffentlich geförderte frei finanzierte und Eigentumswohnungen. Auch eine Kindertagesstätte gehört zu den Quartiersplanungen. Die künftige Wärmeversorgung des Areals übernimmt Vattenfall.

10

Blockheizkraftwerke

mit insgesamt 3.400 kW Anschlussleistung

Die Versorgung des Quartiers

Ab Mitte 2018 bekommt das Quartier seine Wärmeversorgung über insgesamt zehn Blockheizkraftwerke (BHKW), die an besonders kalten Tagen durch Gasbrennwertkessel unterstützt werden. Die Anlagen werden separat für jedes Baufeld errichtet. Die Größe der Anlagen ist gebäudeabhängig. Sie haben eine Anschlussleistung von 160 kW bis 400 kW. Für das gesamte Areal beträgt die Anschlussleistung 3.400 kW.

Aufbau eines Blockheizkraftwerks

Solarthermie

Wärmeerzeugung mit Sonnenenergie in der HafenCity

Auf Hamburgs Dächern

Am Hamburger Kaiserkai wird Sonnenenergie zur Wärmeerzeugung genutzt. Insgesamt 1.800 Quadratmeter Kollektorfläche auf den Dächern der HafenCity erzeugen warmes Wasser und sparen durch die brennstofffreie Erzeugung klimaschädliches CO2 ein.

Diese größte Solarthermieanlage der Elbmetropole deckt 40 Prozent des Warmwasserbedarfs der angeschlossenen Gebäude ab.

Funktionsweise einer thermischen Solaranlage

In den Solarkollektoren wird eine spezielle Trägerflüssigkeit (Frostschutz-Wasser-Gemisch) oder auch Luft von der Sonneneinstrahlung erwärmt und von einer Umwälzpumpe zum Warmwasserspeicher geleitet. Über einen Wärmetauscher gibt die Trägerflüssigkeit beziehungsweise die Luft ihre Wärme an das Trinkwasser im Warmwasserspeicher ab und wird daraufhin abgekühlt zurück zum Kollektor geführt.

Perfektes Zusammenspiel

Scheint die Sonne nicht oder zu schwach, erfolgt die Erwärmung des Speichers über eine zweite Heizspirale, die von einer alternativen Quelle versorgt wird. In der HafenCity übernimmt dies die umweltfreundliche Fernwärme. Solarthermieanlagen lassen sich auch mit anderen Heizungsgeräten kombinieren – besonders populär, da CO2-neutral, ist das Zusammenspiel mit einem Pelletkessel, der die Wärme aus vorgefertigten Holzpellets bereitstellt.

Wasserstoffstation

An der Wasserstoffstation in der HafenCity wird Treibstoff für die modernen Busse des HVV bereitgestellt. Damit unterstützt Vattenfall die Hamburger Klimaziele.

Wasserdampf statt CO2

Beim Betrieb stoßen die Busse nur Wasserdampf und kein CO2 aus. Die 2012 in Betrieb genommene Anlage ist eine der größten und leistungsfähigsten Wasserstoffstationen Europas: Sie kann den Bedarf von täglich etwa 20 Linienbussen und zusätzlichen PKW decken. Das Tanken erfolgt gasförmig unter hohem Druck, so dass sich ein leerer Tank in nur drei Minuten mit Wasserstoff füllen lässt.

Eine der ersten Stationen weltweit

Die Station in der HafenCity ist eine der ersten weltweit, die dieses Verfahren anbieten. Der Strom zur Herstellung des Wasserstoffes stammt ausschließlich aus regenerativen Energiequellen. Die Anlage dient somit als Speicher für erneuerbare Energien und verbindet erfolgreich Strom- und Mobilitätssektor.

Neues Quartier in Hamburg

Innovativ und zukunftsweisend am neuen Standort in der HafenCity

„Die HafenCity ist ein weltweit angesehenes Stadtentwicklungsprojekt mit vielen innovativen Konzepten und Ideen, direkt am Wasser im Herzen Hamburgs. Genau wie dieses Quartier verändern und entwickeln auch wir uns als Unternehmen aktiv weiter. Mit unserer strategischen Ausrichtung, innerhalb einer Generation unseren Kunden, Partnern und Mitarbeiter ein Leben ohne fossile Brennstoffe zu ermöglichen, setzen wir ein deutliches Zeichen für den Wandel des Unternehmens. So ist es ein nächster logischer Schritt, dieses auch mit unserem neuen Bürostandort zu tun, in einem so inspirierenden Umfeld wie dem Elbbrückenquartier.“

Tuomo Hatakka

Klares Statement für den Standort Hamburg

So drückt es der Vattenfall Deutschland-Chef Tuomo Hatakka aus. In der neuen Hamburger Niederlassung werden zukünftig 1200 Mitarbeiter arbeiten. Sie werden aus den bisherigen Hamburger Standorten am Überseering und der Dammtorstraße zusammengelegt. Durch die Konsolidierung und damit Flächenreduzierung werden Kosten gespart und zeitglich Potenziale entfacht, da die Fachexpertise von Vattenfall Hamburg nun an einem Ort zusammenfließt.

EDGE Technologies für innovative Gebäudeplanung

Vattenfall ist im Wandel. Das Unternehmen strebt das Ziel an, innerhalb einer Generation frei von fossilen Brennstoffen zu sein. Das unterliegt den Vorgaben des Parisers Abkommen und wird schon vielerorts durch erneuerbare Energien und erneuerte Technologien umgesetzt. Doch auch nach innen will Vattenfall analog zu diesem Wandel agieren: deshalb wird das neue Gebäude von EDGE Technologies umgesetzt. Ein Unternehmen, das sich auf nachhaltige, ökologische und auch für den Menschen gesundheitsfördernde Gebäude spezialisiert hat.

Der Bau im Elbbrückenquartier wird insgesamt 15 Stockwerke hoch: neun Turmgeschosse auf einem sechsstöckigen Gebäudesockel. Von den knapp 22.000 qm Nutzfläche hat Vattenfall den Großteil von etwa 17.500 qm angemietet. Das Erdgeschoss wird ein offener und auch für Besucher öffentlich zugänglicher Bereich.

39 %

der CO2-Emissionen stammen von Gebäuden

Deshalb braucht es nachhaltige Gebäude

Mit Hybridgebäude in eine nachhaltige Zukunft

EDGE ist als Entwickler intelligenter und nachhaltiger Gebäude bekannt und damit der richtige Partner für Vattenfall. An insgesamt zwei Standorten verwirklicht er die neuen Niederlassungen: am Berliner Südkreuz und in der Hamburger HafenCity. Letztere ist namhaft als visionäres Quartier. Eine Nachbarschaft, in die sich Vattenfall mühelos einfügt.
 
Durch die innovative Holz-Hybrid-Bauweise mindert sich der Stahlbetonanteil des Gebäudes. Alleine dadurch können beim Bau bis zu 80 % CO2-Emissionen eingespart werden. Auch während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes werden die Emissionen klein gehalten. Zudem sind die Baumaterialien nahezu vollständig recycelbar.

Fakten

Baubeginn: 02.10.2019
Fertigstellung: Ende 2022
Bezug: 2023
Grundstück: 21.800 qm Nutzfläche
Adresse: Südlich am Amerigo-Vespucci-Platz, Elbbrückenquartier HafenCity

Digitalisierung für intelligente Gebäudenutzung

Über 1800 Sensoren innerhalb des Gebäudes werden zukünftig Daten erfassen und analysieren – hauptsächlich messen sie die Luftqualität und den Energieverbrauch für eine ebenso intelligente wie optimierte Gebäudesteuerung im laufenden Betrieb. Energie aus erneuerbaren Quellen und Photovoltaikanlagen mindern zudem den ökologischen Fußabdruck.

Auch im Bereich E-Mobility ist der neue Standort gut aufgestellt: eine flächendeckende Infrastruktur mit Ladestationen ermöglicht das entspannte Laden der Fuhrparkfahrzeuge.