Berlin

Berlin ist auf dem Weg. Klimaneutralität ist das Ziel.

Zusammen mit Stadtgesellschaft und Infrastruktur-Unternehmen hat das Land Berlin einen vorbildlichen Fahrplan für die Smart City der Zukunft entwickelt. Energie wird darin flexibler erzeugt, verteilt, gespeichert und verbraucht.

Ob Wärme, Strom oder Verkehr – es geht um die ganzheitliche Betrachtung und die sektorübergreifende intelligente Gestaltung. Und es geht darum, für jedes Quartier, jedes Gebäude die beste Energie-Lösung zu erarbeiten.

 

Berlin wächst und bietet allerorts Chancen für eine nachhaltige gemeinsame Stadtentwicklung. Erfahren Sie hier, welche Projekte Vattenfall vorantreibt, um eine nachhaltige Stadt zu schaffen.

Wärmewende

Stadtentwicklung als Gemeinschaftsprojekt

Die Wärmewende findet lokal statt. In Städten wie Berlin spielt dabei die Versorgung mit effizient erzeugter Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung eine tragende Rolle.

50 %

weniger CO2-Emissionen

Effizient erzeugte Wärme

Mit dem Ausbau der Fernwärmenetze und der dezentralen Versorgung bringt Vattenfall immer mehr effizient erzeugte Wärme in Haushalte, Gewerbe und Industrie.

Eine weitreichende Klimaschutzvereinbarung haben Vattenfall und das Land Berlin Ende 2009 geschlossen. Ziel: Vattenfall reduziert seinen CO2-Ausstoß in der Hauptstadt bis 2020 um 50 Prozent (gemessen am Basisjahr 1990). Dieses Ziel wurde bereits Ende 2017 erreicht – und damit drei Jahre früher als geplant.

Kohle wird abgelöst

Bereits im Mai 2017 wurde das Braunkohle-Heizkraftwerk Klingenberg stillgelegt. Bis 2030 werden wir Kohle in Berlin vollständig durch Gas ablösen und noch mehr regional produzierte Biomasse in Form von Holzhackschnitzeln einsetzen. Die bestehenden Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen werden vermehrt mit Power to Heat kombiniert und mit Wärmespeichern ergänzt. Und auch Abwärme machen wir zunehmend als Stadtwärme nutzbar.

Kooperation InfraLab Berlin

Gemeinsam mit den sechs lokalen Infrastrukturunternehmen BSR, BVG, BWB, GASAG, Veolia und Stromnetz Berlin hat Vattenfall das Coworking-Projekt InfraLab Berlin auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg gegründet. Gemeinsam mit kreativen Köpfen und Startups wollen die Unternehmen dort Ideen für die wachsende Stadt erarbeiten und Berlin als Vorreiter für die Entwicklung, Tests und Anwendung innovativer Technologien und Dienstleistungen für die Smart City Berlin etablieren. Die Kooperation geht über die Grenzen der jeweiligen Kerngeschäfte hinaus.

Projekt Klimamacher

So bündeln die InfraLab-Partner etwa ihre Bildungsangebote für Schulen im Projekt „Klimamacher“ und erarbeiten erstmals gemeinsam ein integriertes Bildungskonzept zu Klimaschutz und -anpassung. Während einer Pilotphase mit der Moabiter Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule - die Einrichtung hat eine Photovoltaik-Anlage und war bereits Partner des Projekts „Energiesparen an Schulen in Berlin-Mitte“ - wurde eine Online-Plattform entwickelt.

Sie stellt den Lehrenden Unterrichtsmaterialien und den Schülern und Schülerinnen Lernangebote zur Klimabildung bereit. Geplant ist außerdem die Unterstützung von Arbeitsgruppen, Projekttagen und Projektwochen sowie die Möglichkeit, außerschulische Lernorte aufzusuchen und Exkursionen zu machen. Für die Zeit nach der Pilotphase ist die Ausweitung auf weitere Berliner Schulen geplant.

Gemeinsam für die Berliner Wärme­wende

In der wachsenden Stadt Berlin entwickeln sich viele Quartiere mit sehr großer Dynamik. Vattenfall unterstützt diese Entwicklung zusammen mit lokalen Partnern durch die gemeinschaftliche Erarbeitung von individuellen Standort- und Versorgungskonzepten – wie etwa rund um die Kältezentrale am Potsdamer Platz oder mit der Gewobag .

WindNODE

Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten zusammen für die Energiewende!

Wind und Sonne aus dem Nordosten Deutschlands können sehr viel Energie liefern – das Problem ist, dass sich die Verfügbarkeit grüner Energie nicht planen lässt.

Internet der Energie

Der Erfolg der Energiewende hängt daher davon ab, dass Erzeugung und Verbrauch permanent optimal aufeinander abgestimmt werden. Das geht nur durch eine umfassende intelligente Vernetzung, bei der alle Systemteilnehmer über ein „Internet der Energie“ in annähernd Echtzeit miteinander kommunizieren.

Förderprojekt der Bundesregierung

WindNODE wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Förderprogramms "Schaufenster intelligente Energie (SINTEG)" vier Jahre lang (2017-2020) gefördert. Ziel ist es, an zahlreichen Beispielprojekten zu zeigen, wie sich die Energieerzeugung und der Energieverbrauch ins Gleichgewicht bringen lassen. Die Vattenfall Wärme Berlin und die Stromnetz Berlin GmbH sind mit jeweils eigenen Projekten beteiligt.

Weitere WindNODE-Partner neben Energieversorgern, Netzbetreibern und High-Tech-Spezialisten sind auch Unternehmen des Automobilbaus, der Ver- und Entsorgung, der Wohnungswirtschaft und des Einzelhandels sowie mehrere Universitäten und Forschungsinstitute aus der Region.

Das Projekt WindNODE – die Energiewende gestalten

Abwärme

Industrielle Abwärme sorgt für klimaneutrale Stadtwärme in Berlin

Emissionsarme Wärmequellen

Gerade in Städten bergen industrielle Prozesswärme und Abwärme aus der Abfallverwertung oder dem Wassersystem hohe Potenziale als emissionsarme Wärmequellen. Diese Potenziale will Vattenfall heben und macht in Berlin Abwärme als Stadtwärme nutzbar. So wird am Vattenfall-Erzeugungsstandort Spandau bereits seit Jahren Abwärme aus der Abfallverwertung eingesetzt.

Königliche Porzellan-Manufaktur

Eine königliche Kooperation

Zukunftsweisend ist die Zusammenarbeit mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur. Sie liegt direkt am Tiergarten und arbeitet in ihren Herstellungsprozessen mit sehr hohen Temperaturen. Die Abwärme aus der Porzellanherstellung wird nicht ungenutzt abgeführt, sondern als heißes Wasser direkt am Tiergarten ins Fernwärmenetz integriert. Weitere Kooperationen mit der Berliner Industrie zur Nutzung von Abwärme werden untersucht und sollen die Fernwärme zunehmend ergänzen und noch klimaschonender machen.

Kraft-Wärme-Kopplung

Das Berliner Fernwärmesystem wird bereits heute zu rund 90 Prozent mit Wärme gespeist, die im klimaschonenden Kraft-Wärme-Kopplungsverfahren erzeugt wird.

Unter Kraft-Wärme-Kopplung – kurz: KWK – versteht man die kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme. Das bedeutet, die Wärme aus der Stromerzeugung wird nicht ungenutzt in die Atmosphäre abgegeben, sondern zur Wärmeversorgung für Haushalte, Gewerbe und Industrie eingesetzt.

30 %

Brennstoffeinsparungen

im Vergleich zur getrennten Erzeugung

Worum uns andere beneiden

Bei der gekoppelten Erzeugung wird die Brennstoffenergie zu etwa 90 Prozent ausgenutzt und es werden im Vergleich zur getrennten Erzeugung Brennstoffeinsparungen von bis zu 30 Prozent erreicht. Das schont Ressourcen und trägt zum Klimaschutz bei. Die Einsatzbereiche der KWK reichen von der zentralen Fernwärme- und Kälteversorgung bis hin zu dezentralen Anwendungen.

Heizkraftwerk in Berlin Lichterfelde

Neue KWK-Anlagen für einen modernen Erzeugungspark

In Berlin-Lichterfelde errichtet die Vattenfall Wärme Berlin ein neues Heizkraftwerk. Die erdgasgefeuerte Anlage kombiniert eine Gas- und eine Dampfturbine zur Stromerzeugung, über einen nachgeschalteten Abhitzekessel wird Fernwärme gewonnen. Zusätzlich abgesichert durch drei neue Heißwassererzeuger versorgt der Energiestandort Lichterfelde rund 100.000 Haushalte im Berliner Westen mit umweltschonender Stadtwärme.

Stadtwärme für 300.000 Haushalte

Auch beim neuen Heizkraftwerk in Berlin-Marzahn setzt Vattenfall auf eine hocheffiziente, erdgasgefeuerte Gas- und-Dampfturbinen-Anlage. Zusammen mit den Anlagen am Standort Klingenberg kann das Heizkraftwerk Marzahn 300.000 Haushalte im Berliner Osten mit Stadtwärme versorgen.

Neue KWK-Anlage für das Heizkraftwerk Marzahn

Power-to-Heat

Wärme für die Zukunft neu denken: Power-to-Heat und Wärmespeicher

Wärmespeicher in Berlin-Buch

Unabhängig durch Kombination

Power-to-Heat und Wärmespeicher werden die Fernwärme-Erzeugung immer häufiger ergänzen und zunehmend erneuerbare Energien in die städtische Wärmeversorgung bringen. Ähnlich wie große Tauchsieder wandeln Power-to-Heat-Anlagen überschüssigen Strom aus regenerativer Erzeugung in Wärme um – etwa bei geringer Stromnachfrage oder sehr hoher Erzeugungsleistung. Die Kombination mit Wärmespeichern macht die Wärme zeitlich unabhängig von der Erzeugung nutzbar.

30000

Haushalte sollen bis 2020 mit Stadtwärme aus Power-to-Heat vom Standort Reuter West versorgt werden

Ausblick in die Zukunft

Vorreiter für die neue Technologie in Berlin sind das Fernheizwerk Neukölln und das Heizkraftwerk Buch. An beiden Standorten wird die Power-to-Heat-Technologie zur nachhaltigen Kraftkomponente – in Kombination mit Wärmespeichern für eine zeitlich flexible Wärmenutzung. Am Standort Reuter West soll bis 2020 ein Steinkohle-Block durch eine Power-to-Heat-Anlage mit einem Leistungsvolumen von rund 120 Megawatt thermisch ersetzt werden. 30.000 Haushalte können durch sie im Winter mit Stadtwärme versorgt werden.

Home Energy Management

Ein intelligentes Energie-System für zu Hause

Eine zukunftweisende Innovation

Vattenfall vertreibt Deutschlandweit ein innovatives System zum Home Energy Management. In Partnerschaft verfolgt Vattenfall das Ziel, Erzeugungs- und Speicheranlagen im eigenen Zuhause intelligent zu steuern und dadurch den Verbrauch des selbsterzeugten Stroms zu erhöhen.

Eine App verschafft den Überblick

Im Fokus der Innovation steht derzeit die intelligente und komfortable Nutzung von selbsterzeugtem Strom aus PV-Anlagen. Durch einen Algorithmus wird der geeignete Moment ermittelt, um den Strom zu speichern, zu verkaufen oder selbst zu nutzen. Mit Hilfe einer App erhalten Besitzer von Photovoltaikanlagen außerdem Einblicke in ihr Erzeugungsprofil und können dadurch Produktion und Kosten kontrollieren.

Quartierkälte

Cool verbunden: eine Kältezentrale für den Potsdamer Platz

Berlins größter Kühlschrank

Seit 1997 betreibt die Vattenfall Wärme Berlin – und ihre Vorgängergesellschaft Bewag – für das neue Zentrum Berlins rund um den Potsdamer Platz eine Kältezentrale. 15 Kältemaschinen mit insgesamt 50 Megawatt Leistung und ein Kältenetz von 14 Kilometern Länge sorgen dafür, dass die Menschen in den Gebäuden am Potsdamer und Leipziger Platz auch bei heißen Sommertemperaturen einen kühlen Kopf bewahren.

9.000 Tonnen CO2 spart Berlins größter Kühlschrank jährlich gegenüber der Versorgung mit Einzel-Klimaanlagen in den Gebäuden.

Coole Politiker

Dabei setzt die Kältezentrale auf zwei verschiedene Verfahren: In Absorptionskältemaschinen wird Fernwärme aus dem nahegelegenen Heizkraftwerk Mitte in Kälte umgewandelt. Bei den Kompressions­kälte­maschinen kommt regenerativ erzeugter Strom für die elektrische Kälteerzeugung zum Einsatz.

Die Kältezentrale entwickelt sich seit mehr als zwanzig Jahren im Gleichklang mit dem Quartier: Heute versorgt sie rund eine Million Quadratmeter Fläche in rund 12.000 Büros und mehr als 1.000 Wohnungen mit angenehmer Kühle – darunter das Sony Center, das Bundesumweltministerium und das Berliner Abgeordnetenhaus.

Heizkraftwerk Berlin-Buch

Der Großteil der Wohnungen in Buch wird mit Stadtwärme versorgt.

Fotos: Jochen Teufel

Stetige Weiterentwicklung

Der Traditions-Standort des Heizkraftwerkes Berlin-Buch entwickelt sich kontinuierlich mit dem Quartier. 2005 erhielt der Standort eine neue Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage. 2014 wurde eine neue Gasturbinenanlage mit nachgeschaltetem Abhitzekessel in Betrieb genommen. Das Heizkraftwerk Buch nutzt auch die Abwärme der Deponiegasverstromung auf der Deponie in Schwanebeck. Mit dieser Abwärme werden über eine drei Kilometer lange Wärmeleitung bis zu 20 Prozent des Wärmebedarfes des Heiznetzes Buch gedeckt. Das 25 Kilometer lange lokale Wärmenetz versorgt die Helios-Kliniken, ca. 10.000 Wohnungen und 50 Unternehmen auf dem Campus Buch. 

Mit den umgesetzten Maßnahmen erreicht das Heizkraftwerk einen zertifizierten Primärenergiefaktor von 0,45.

Upcycling von Öltanks

2007 und 2016 wurden stillgelegte Öltanks zu Wärmespeichern umfunktioniert. Sie optimieren die Wärmeerzeugung und flexibilisieren die Stromerzeugung. Beide Wärmespeicher wurden als Hybridspeicher konzipiert. D.h. sie wurden konstruktiv so vorbereitet, dass sie in ein zukünftiges Kältenetz integriert werden könnten. Des Weiteren wurde 2017 eine Power-to-Heat Anlage mit einer Leistung von 5 Megawatt und Wärmespeicher mit 4.000 Kubikmetern als Hybridspeicher in Betrieb genommen. Dadurch kann überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien wie z.B. Windanlagen aus Brandenburg in die lokale Wärmeversorgung eingebunden werden.

Verschiedene Abwärmepotentiale

Am Standort des Heizkraftwerkes Buch wird Abwärme aus der Deponie Schwanebeck genutzt. Da perspektivisch das Deponiegas zurückgeht, wurde der Ersatz durch eine Solarthermieanlage am Standort der Deponie diskutiert. Weitere Abwärmepotentiale am HKW Buch könnten durch eine Wärmepumpe zur weiteren Energieeffizienzsteigerung führen.

Campus Berlin-Buch

Der Berliner Bezirk Buch soll klimaneutral werden.

Quartiersentwicklung in Berlin-Buch

Im Mittelpunkt der Entwicklung steht der Campus Berlin-Buch, ein wachsender Wissenschafts-, Gesundheits- und Biotechnologiepark mit Unternehmen sowie Einrichtungen der Grundlagen- und klinischen Forschung. In der Region Buch sollen langfristig bis zu 2.500 neue Wohnungen entstehen.

2500

neue Wohnungen

Workshop mit allen Akteuren

Um alle beteiligten Akteure an einen Tisch zu bringen, fand in Kooperation mit dem Bezirk und dem Senat von Berlin ein Partizipationsworkshop statt. Teilnehmer waren der Campus Berlin-Buch, das Ludwig-Hoffmann-Quartier, die HOWOGE sowie weitere lokale Akteure. Die Teilnehmer arbeiteten konzentriert an vier Thementischen. Es ging um erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Wärme- und Kältenetze und Anforderungen an Neubauprojekte und Mobilität.

Quartiersworkshop

Energetisches Quartierskonzept Berlin Buch 2017

E-Mobility

Vattenfall arbeitet seit 2008 im Bereich der Elektromobilität

Kooperationen mit BMW, Daimler und Volvo

Vattenfall hat zusammen mit den Automobil­­herstellern BMW, Daimler und Volvo in Forschungs- und Entwicklungs­­projekten die Ladetechnik umfassend konzipiert und im praktischen Einsatz bei Pilot-Kunden erprobt.

In Schweden, den Niederlanden und Deutschland bietet Vattenfall ganzheitliche Lade­­infra­­struktur­­lösungen an.

Das beinhaltet Strom­liefer­verträge mit 100 Prozent zertifizierter erneuerbarer Energie, intelligente Ladekonzepte, öffentliche Ladelösungen für Städte und Regionen sowie kunden­spezifische Lade­technik­lösungen für zu Hause, im Gewerbe und an halb­öffentlichen Standorten wie Supermärkten.

E-Mobility-Ladestation am Potsdamer Platz

Ladestationen mit 100 Prozent Ökostrom

In Berlin betreibt Vattenfall ein Netz öffentlicher Ladestationen – diese verwenden immer 100 Prozent Ökostrom. Über eine E-Mobility Webseite oder über die Lade-App können die vier öffentlichen Schnell-Ladestationen lokalisiert werden. Die Bedienung erfolgt einfach per App oder Ladekarte.

3500

PKW innerhalb der nächsten 5 Jahre

Umstellung des Fuhrparks

Um auch selbst einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, stellt Vattenfall seinen Fuhrpark sukzessive auf Elektroantrieb um: Mehr als 3.500 PKW und leichte Nutzfahrzeuge werden innerhalb der nächsten fünf Jahre durch elektrische Alternativen ersetzt. Das ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung des Unternehmensziels, bis zum Jahr 2050 vollständig CO2-neutral zu sein.

Mehr Stadtgärten für Berlin

Alles so schön grün hier

Gemeinsam die Stadt verschönern

Gemeinsames Gärtnern in der Stadt wird immer beliebter – und angesichts der zunehmenden Verdichtung immer wichtiger, damit Innenstädte lebenswert bleiben. Zentraler Bestandteil ist der Gemeinschaftsaspekt: Beim Gießen, Pflanzen und Hacken kommen ganz unterschiedliche Nachbarn zusammen. Darum legt Vattenfall auf ungenutzten Firmenflächen im Zentrum Berlins Stadtgärten zum Pflanzen und Ernten für alle an.

Pflanz was!

Den Anfang unseres Stadtgarten-Engagements "Pflanz was!" machte ein Garten in der Neuen Grünstraße im Bezirk Mitte: Auf 500 Quadratmetern, wo früher ein Umspannwerk stand, gibt es jetzt über 50 Hochbeete. In unserem zweiten Stadtgarten am Heizkraftwerk Mitte bieten wir außerdem regelmäßig Workshops rund um die Pflanzsaison und aktuelle Garten-Trends an.

Stadtgärten

Neue Grünstraße
Neue Grünstraße 13-14
10179 Berlin

Heizkraftwerk Mitte
Köpenicker Straße 60
10179 Berlin

Biomasse

In den 1960er-Jahren war das Märkische Viertel das Vorzeigeobjekt städtischen Planens – heute ist das Viertel ein Vorzeigeobjekt für energetisches Sanieren in der Hauptstadt.

Regionale Biomasse für die lokale klimaschonende Wärme

Damals wie heute spielt der Energiestandort in der Wallenroder Straße eine wichtige Rolle: Die Anlage wurde von einem kohlebefeuerten Heizwerk über ein gas- und ölbefeuertes Heizwerk zur jetzigen Nutzung mit dem biomassebefeuerten Heizkraftwerk weiterentwickelt. Seit 2014 erzeugt Vattenfalls erstes Berliner Biomasseheizkraftwerk klimaschonende Stadtwärme und Warmwasser aus nachhaltig gewonnenen, naturbelassenen Holzhackschnitzeln – teilweise aus eigenem Anbau im Berliner Umland. Damit versorgt es rund 30.000 Wohnungen, Industriebetriebe und öffentliche Einrichtungen.

Ein neues innovatives Kapitel

Auch in Berlin-Moabit wurde mit dem Einsatz von Biomasse ein neues innovatives Kapitel in der Geschichte des Kraftwerksstandorts aufgeschlagen: Die Anlage ist seit 2013 für die Mitverbrennung von naturbelassener Biomasse, in diesem Fall Holzhackschnitzel, umgerüstet. Perspektivisch können wir bis zu 40 Prozent der Fernwärmeleistung über Biomasse erbringen. Das Besondere ist die Herkunft der Biomasse: Das Brennholz stammt ausschließlich aus einem 150-Kilometer-Radius rund um Berlin – aus eigenem Anbau oder von Zulieferern, bei denen wir auf die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards achten. Die 2011 zwischen Vattenfall und dem Land Berlin geschlossene "Vereinbarung über die Nachhaltigkeit der Biomassebeschaffung" hält weit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Kriterien fest.

Blockheizkraftwerke

Wärmewende im eigenen Keller oder auf dem gemeinsamen Dach

Dezentrale Energielösungen

Das Expertenteam der Vattenfall Energy Solutions ergänzt die Fernwärmeversorgung um dezentrale Energielösungen. Zum Anlagenportfolio gehören beispielsweise Blockheizkraftwerke (BHKW) – auch in Kombination mit Gaskessel -, Solar- und Solarthermieanlagen, Wärmepumpen oder Holzpellet-Anlagen – immer maßgeschneidert auf den technischen Bedarf und die Wünsche des Auftraggebers.

Foto: Markus Altmann

Mehr als nur Wärme

Blockheizkraftwerke erzeugen im Prozess der Kraft-Wärme-Kopplung warmes Wasser, Strom und Heizwärme. Zusätzlich wird die Wärmeversorgung in der Regel durch einen Heizkessel abgesichert. Der BHKW-Strom wird in den meisten Fällen ins örtliche Netz eingespeist, immer öfter aber auch als Mieterstrom direkt vor Ort genutzt.

Wirkungsgrad

Hocheffizient und flexibel

Mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent erfüllen BHKW das sogenannte Hocheffizienzkriterium im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Sie lohnen sich somit besonders beim Neubau von Mehrfamilienhäusern, wo hohe Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung gelten. Um die Klimabilanz weiter zu verbessern, können BHKW mit Biomethan betrieben oder mit Power to Heat-Modulen, Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen ergänzt werden. Ein Warmwasserspeicher macht die Anlagen noch flexibler.

Photograph: Markus Altmann

Foto: Markus Altmann

Beispiel: Prenzlauer Berg

In Berlin-Prenzlauer Berg konnte jüngst eine dezentrale Wärmeversorgung mit besonders hohem Effizienzgrad realisiert werden. Auf dem Gelände des ehemaligen Puhlmannschen Hofs in der Kastanienallee befindet sich ein neuer Gebäudekomplex mit Wohn-, Büro- und Einzelhandelsflächen. Das zusammenhängende Hofensemble verfügt über ein Nahwärmenetz, welches die fünf Gebäude miteinander verbindet und durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) versorgt wird – dank Biomethan ist der Primärenergiefaktor besonders niedrig.

 

Fernheizwerk Neukölln

Wärmewende-Wegbereiter im Kiez

Ein ideales Zusammenspiel

Das Fernheizwerk Neukölln macht das ideale Zusammenspiel von Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energien bereits vor. Es versorgt rund 40.000 Wohneinheiten, Gewerbebetriebe und öffentliche Einrichtungen in Neukölln und Kreuzberg mit Fernwärme. Dafür kommen unter anderem eine Power-to-Heat-Anlage und ein Wärmespeicher zum Einsatz.

10000

Kubikmeter Heißwasser für eine zeitverzögerte Nutzung

Stromnetzstabilität dank Wärme­speicher

Die Power-to-Heat-Anlage hat eine elektrische und thermische Leistung von jeweils 10 Megawatt und bringt in Verbindung mit dem Wärmespeicher nicht nur regenerativ erzeugten Strom in die Fernwärme, sondern kann über die Bereitstellung von Regelleistung auch einen Beitrag zur Stromnetzstabilität leisten. Berlins größter Wärmespeicher speichert Wärmeenergie in Form von 10.000 Kubikmeter Heißwasser für eine zeitverzögerte Nutzung. Das reicht aus, um an einem frostigen Wintertag rund 3.250 Haushalte 24 Stunden lang mit Fernwärme zu versorgen.

Quartier Schöneweide

Ein Quartier erfindet sich neu

Quartiersentwicklung in Berlin-Schöneweide Berlin-Buch, Foto: R. Freese

Das Vorbild Schöneweide

Schöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick – früher großer Industriestandort, jetzt Zukunftsort der Stadt Berlin – ist ein Vorzeigeprojekt für die gemeinsame Weiterentwicklung eines Quartiers. Zusammen mit der Technischen Universität Berlin, dem Regionalmanagement und vielen lokalen Akteuren hat die Vattenfall Wärme Berlin die nachhaltige Zukunft des Quartiers durchgespielt. Ziel ist ein integratives Infrastruktur-Konzept mit möglichst vielen Beteiligten – für eine starke Entwicklung des Quartiers.

Zukunftsort Schöneweide – das Quartier gemeinsam gestalten

Der Kiez der Zukunft

Der intensive Austausch der verschiedenen Akteure vor Ort und das Lernen voneinander sind dabei existenziell für das Gelingen der Wärmewende im Quartier. Der ganzheitliche Blick durch viele Brillen macht aus der Siedlung einen Kiez der Zukunft, einen Raum mit städtebaulichem, sozialem und ökologischem Bezugssystem. So entsteht eine nachhaltigere Variante des Zusammenlebens, die auf viele Menschen anziehend wirkt.

Neue Deutschland-Zentrale Berlin

Strategie der Nachhaltigkeit drückt sich auch im Neubau aus

Vattenfall im Wandel: die strategische Neuausrichtung des Unternehmens schlägt sich zukünftig auch in der neuen Zentrale nieder. Die wird aktuell errichtet – in moderner, innovativer und nachhaltiger Bauweise.

80 %

weniger CO2-Emissionen durch Hybridbauweise

verglichen mit konventioneller Stahlbetonkonstruktionen

Ein Holz-Hybrid-Gebäude mit weniger CO2-Emission

Die neue Vattenfall Zentrale in Berlin Schönefeld wird das größte Hybrid-Gebäude Deutschlands. Mit dieser Bauweise können Gebäude mit bis zu 30 Stockwerken und hunderten Metern Bauhöhe entstehen. Doch nicht nur das: der Holz-Beton-Hybrid ist besonders innovativ und nachhaltig. Dank des nachwachsenden Rohstoffes wird der Beton-Anteil des Gebäudes stark reduziert. Die verwendeten Baumaterialen sind damit weitestgehend recycelbar.

Um die Pariser Klimaziele erreichen zu können, müssen europäische Gewerbeimmobilien ihre CO2-Emissionen bis 2050 um mehr als 80 Prozent reduzieren.

(Berechnung des europäischen Forschungsprojektes Carbon Risk Real Estate Monitor (CRREM))

Mit EDGE Technologies einen starken Partner

Für ein solches Unterfangen braucht es den richtigen Partner an der Seite. EDGE Technologies ist für die neue Zentrale am Berliner Südkreuz genau richtig: Das Unternehmen ist Spezialist, wenn es um innovative, nachhaltige und durchdachte Gebäude geht. Neben dem guten ökologischen Fußabdruck ist die neue Zentrale auch gut für den Menschen. Die Architektur animiert zur Bewegung, die zahlreichen Pflanzen sorgen für gute Luft und ihre Zirkulation und wirken sich auch auf das Gemüt der Anwesenden aus. Das zentrale Atrium sowie zahlreiche kleine Meetingpoints fügen sich perfekt in den Flow des Gebäudes und zukünftigen Arbeitsalltages ein.

EDGE Technologie: Virtuelle Simulation des geplanten Berliner Südkreuz Gebäudes

Fakten

Baubeginn: 14.08.2019
Fertigstellung: Ende 2020
Bezug: Jahresmitte 2021
Grundstück: 10.000 qm
Bürofläche: 29.000 qm
Adresse: Hildegard-Knef-Platz 2 + 3,
10829 Berlin

Gelebte Nachhaltigkeit

Das Vattenfall-Versprechen lautet, innerhalb einer Generation frei von fossilen Brennstoffen zu leben. Dafür setzt das Unternehmen auf technische Innovationen bei erneuerbaren Energien, zukunftsweisende Konzepte und den Anlagen zur Energiegewinnung. Doch damit nicht genug: mit der neuen Zentrale am Berliner Südkreuz setzt Vattenfall das Statement einer nachhaltigen Zukunft auch nach innen. Umwelt und Mensch werden als wertvolle Ressourcen wertgeschätzt. Neben der geförderten Work-Life-Balance und dem emissionsreduzierten Bau beweist sich das Gebäude auch durch die klimafreundliche Instandhaltung den gesamten Lebenszyklus über. Ein weiterer und wichtiger Schritt, die Ziele des Pariser Abkommens und Vattenfalls bis 2030 zu erreichen – und als Vorreiter für andere zu handeln.